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  • Jacqueline Portmann

Die Gefahr aus dem Napf

Es gibt Dinge, an die denken wir häufig als Tierhalter gar nicht. Oder zumindest denken wir nicht darüber nach. Welche Gefahrenquellen kann der Wasser- oder Futternapf unseres Haustieres (im Speziellen: Hunde und Katzen) mit sich bringen? Der Wassernapf Bestimmt haben Sie auch schon einmal einen rutschigen Schleim auf der Innenseite der Wasserschüssel bemerkt? Nun, dieser Schleim nennt sich Biofilm. Ein Biofilm ist eine Ansammlung von organischen und anorganischen, lebenden und toten Materialien, die auf einer Oberfläche gesammelt werden. Er besteht aus vielen verschiedenen Arten von Bakterien, die in einer dicken Substanz miteinander verbunden sind, welcher als "Klebstoff" dient, um die Bakterien zusammen zu halten. Das können gute und schlechte Bakterien sein. Ein Biofilm bietet einen hervorragenden Zufluchtsort für verschiedene Organismen wie Listerien, escheria Coli und Legionellen. Vermehren sich die schlechten Bakterien, ohne dass ihr Lebensraum durch Reinigung zerstört wird, machen sie ab einer bestimmten Menge unsere Haustiere krank. Den optimalen Lebensraum bietet man ihnen, wenn die Wasserschüssel immer wieder neu befüllt wird, ohne sie zwischenzeitig zu reinigen. Dies reicht von Magen-Darminfekten bis hin zu Harnwegsinfektionen. Wie sieht es im Futternapf aus? Insbesondere Roh – und Nassfutter – Fütterer sollten hier ein besonderes Augenmerk auf die Hygiene des Futternapfes legen. In Futterresten fühlen sich Bakterien und Schimmelpilze bei Raumtemperatur so richtig wohl. Ich habe schon oft Bilder von Futterschüsseln im Netz gesehen, auf denen eine deutliche Verunreinigung des Napfes zu sehen war. Bakterien und Schimmelpilze, die täglich mit der Nahrung aufgenommen werden, machen unsere Haustiere krank. Auch Näpfe, die mit Trockenfutter einfach neu aufgefüllt werden und dem Haustier den ganzen Tag zur Verfügung stehen, bieten einen Wohlfühlboden für Pilzsporen. Hier entstehen Erkrankungen des Magen-Darmtraktes und Dysbiosen in der Darmflora. Viele Tierhalter behandeln fortlaufend immer wieder auftretende Magen-Darm oder Pilzerkrankungen, ohne tatsächlich erkennbare Ursache. Dies geschieht oft mittels Antibiotika, welches den Organismus nach Ende der Therapie noch anfälliger für neue Infektionen macht, wenn das Immunsystem nicht nachhaltig gestärkt wird. Neben der richtigen Hygiene ist auch die Wahl des Futternapfes ein wichtiges Kriterium. Plastiknäpfe bekommen im Laufe der Zeit eine spröde Oberfläche. Auch hier nisten sich gerne wieder Keime ein, die dem Organismus schaden können. Die richtige Hygiene im Futternapf erreicht man, wenn die Futterschüssel nach jedem Fressen ordentlich mit heißem Wasser ausgespült wird. Der Wassernapf sollte täglich entleert und mit frischen Wasser befüllt werden. Zuvor sollte er ebenfalls mit heißem Wasser ausgespült werden.


Der richtige Futternapf


Die Farbe ist nicht massgebend. Es ist ist auf das richtige Material und die richtige Grösse zu achten. Am unproblematischsten bieten sich Glas-, Keramik- oder Edelstahlschüsseln an.


Keramik ist ein äusserst pflegeleichtes Material, nimmt keine Gerüche an und verfärbt sich nicht. Einzig ein Augenmerk sollte auf Sprünge oder abgeschlagene Kanten sein, dann daran könnten sich die Haustiere mitunter leicht verletzen. Bitte verwenden Sie nur Keramikschüsseln ohne farbige Glasuren. Achten Sie auch hier auf das Prädikat "lebensmittelecht". Bitte verwenden Sie keine Keramikgefässe die ursprünglich für Dekorationszwecke produziert wurden z.B. Blumentöpfe, Vogeltränken oder Deko-Schalen. Denn diese unterliegen anderen Herstellungsrichtlinien und können giftige Schwermetalle wie Blei und Cadmium enthalten.


Eine moderne und hygienische Alternative zur Keramikschüssel ist ein Porzellan- oder ein hochwertiger Melaminnapf.


Auf keinen Fall sollten Sie Plastik- und Melamin-Billigprodukte verwenden, denn diese setzen sehr viel Formaldehyd frei so dass gesundheitsgefährliche Konzentrationen erreicht werden können. Ebenso sollten Sie beim Kauf von Kunststoffgefässen sehr zurückhaltend sein. Denn Kunststoff, umgangssprachlich auch Plastik genannt, ist nicht gleich Kunststoff. Es gibt grosse Unterschiede bei den Herstellungsverfahren und verwendeten Werkstoffen. Die meisten Kunststoffe werden aus nicht erneuerbaren petrochemischen Stoffen gewonnen und mit zahlreichen, teils auch giftigen Zusatzstoffen versehen, um ihre Funktionen erfüllen zu können. Bei hohen Temperaturen kann Melaminharz seine Ausgangs­stoffe freisetzen, Form­aldehyd und Melamin könnten so ins Futter gelangen. Es ist bekannt, dass diese Stoffe ein gesundheitliches Risiko darstellen. Also bitte, kein Futter in Melaminnäpfen in der Mikrowelle anwärmen oder auftauen!


Das wohl pflegeleichteste und hygienischste Material ist Edelstahl. Diese Näpfe sind absolut unempfindlich und gehen so gut wie nie kaputt. Zudem sind sie oder sollten sie "rostfrei" sein.

Achten Sie auf den Hinweis "lebensmittelecht".


Sollte der Preis bei der Anschaffung eines Futternapfes eine Rolle spielen dann Empfehlung: am besten nur Futternäpfe aus Kunststoff kaufen, die einen klaren Hinweis für das verarbeitete Plastik liefern oder einen alten Teller oder Suppentasse verwenden.


UNBEDINGT VERMEIDEN / Nicht kaufen wenn deklariert: Acrylnitril, Bisphenol A, Polycabonat, Polyurethan (PU), Polyvinylchlorid (PVC), Styropor oder Polystyrol und Polystyren


Findet sich kein Materialhinweis, oder wird einfach die Bezeichnung „aus Kunststoff“ oder „aus Plastik“ gewählt, nicht kaufen! Ist einer der Stoffe gelistet, der oben als „unbedingt vermeiden“ aufgeführt ist, sollte man ebenfalls die Finger davon lassen! Als am unbedenklichsten im Bezug auf gesundheitliche Schädigungen wird Polypropylen (PP) eingestuft. Im Geschäft kann sich auch ein Blick auf die Unterseite des Futternapfes lohnen. Viele Kunststoffprodukte sind mit einem Recycling-Symbol gekennzeichnet. Die abgekürzten Buchstaben geben Aufschluss über den verwendeten Kunststoff, die Zahl bezeichnet die Rezyklierbarkeit. Laut Greenpeace sind die Zahlen 1, 2, 4, 5 weniger schädlich bis sicher und die Zahlen 3, 6, 7 unbedingt zu vermeiden.


Besonderer Tipp: eine neuere Variante stellen Futternäpfe aus sogenanntem Pflanzenfaserkunststoff dar. Diese werden aus Bambusfasern, Reisschalen, Aminosäuren oder auch Harz hergestellt, sind  umweltverträglich, biologisch abbaubar, sehr strapazierfähig und ungiftig. Zudem lassen sich diese Näpfe ebenso in der Spülmaschine reinigen.


Grösse und Standort des Futternapfes


Katzen: Der Futternapf sollte flach sein und einen stabilen Stand haben, einen Durchmesser von mindestens 12cm haben und eine Randhöhe von 5cm nicht übersteigen. Der Futternapf sollte an einem ruhigen, hellen und gut zugänglichen Ort und nicht neben dem Heizkörper aufgestellt werden. Nassfutter verdirbt dort sehr schnell.. Bitte möglichst separiert von der Trinkstelle und der Katzentoilette.


Hunde: der Grösse und Art des Hundes bei der Wahl des richtigen Wasser- und Futternapfes Beachtung schenken. Für Hunde mit sehr langen Schlappohren, wie beispielsweise Bassets oder Cocker Spaniel, gibt es extra Näpfe mit einem sehr hohen Rand. So soll vermieden werden, dass die Ohren ständig im Futter hängen und verkleben. Ist Ihr Hund hingegen ein Gierschlund und schaufelt sein Essen in Sekunden in sich hinein, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Sollte er sich jedoch regelmässig dabei verschlucken und danach übergeben müssen, können Sie ihn mit einem Anti Schling Napf ausbremsen. Hier sind grosse Noppen im Napf angebracht, sodass der Hund sein Futter etwas langsamer aufnehmen muss. Eine Alternative bei Trockenfutter wäre, die Futterbrocken auf dem Küchenboden zu verteilen. So muss sich der Hund die einzelnen Bröckchen erst zusammensuchen.Wenn Sie darauf achten müssen, dass Ihr Hund nicht zu dick wird, sollten Sie eher einen kleinen Futternapf wählen. Darin sehen die Portionen einfach viel grösser aus als in einer Riesenschüssel, in der das Futter fast verloren geht. Und das macht es für uns Hundehalter leichter, wirklich nicht mehr als nötig in den Fressnapf zu geben.




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