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Ernährung und Pflege von alternden Katzen

  • Autorenbild: Jacqueline Portmann
    Jacqueline Portmann
  • 8. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Aug.

Was Seniorenkatzen brauchen, um gesund und glücklich zu bleiben


Warum sich alte Katzen verändern Mit zunehmendem Alter verändern sich Stoffwechsel, Appetit und Verhalten bei Katzen. Ab etwa 10 Jahren gelten Katzen als Senioren, viele zeigen dann erste Anzeichen von altersbedingten Veränderungen: sie schlafen mehr, nehmen schlechter zu oder ab, trinken zu wenig oder reagieren empfindlicher auf Veränderungen.


Pflege und Ernährung alter Katzen müssen nun gezielt angepasst werden.

Seniorenkatze-Tierbetreuung-Tiersitting-Service-Jacqueline Portmann

Die richtige Ernährung für Seniorenkatzen


Was alternde Katzen brauchen

Der Nährstoffbedarf alter Katzen verändert sich deutlich:

- Weniger Energie bei gleichzeitig hohem Proteinbedarf, um Muskelabbau zu vermeiden

- Erhöhter Flüssigkeitsbedarf, da das Durstempfinden abnimmt

- Leicht verdauliches Futter mit hoher Akzeptanz

- Ggf. spezialisierte Diäten bei Vorerkrankungen (z. B. Nierendiät, Diabetesfutter)


Seniorenfutter – was gehört hinein?

Folgende Aspekte solten beachtet werden:

- Hoher Feuchtigkeitsgehalt (z. B. Nassfutter oder Brühe)

- Geringerer Phosphorgehalt zur Entlastung der Nieren

- Ballaststoffe bei träger Verdauung

- Omega-3-Fettsäuren zur Unterstützung der Gelenke

- Zusatzstoffe wie Taurin, L-Carnitin, Antioxidantien


Flüssigkeitsaufnahme fördern

Ältere Katzen trinken oft zu wenig. Folgende Tipps helfen:

- Trinkbrunnen oder fliessendes Wasser

- Mehrere Trinkstationen in der Wohnung

- Brühe (ohne Salz) über das Futter geben

- Hochwertiges Nassfutter statt Trockenfutter

Futterverweigerung bei Senioren

Viele alte Katzen werden mäkelig. Gründe sind z. B. Zahnschmerzen, verlangsamter Geruchssinn oder Magenprobleme. Hier hilft: - Futter leicht erwärmen (verstärkt Geruch)

- Kleine Portionen mehrfach täglich

- Futterwechsel langsam gestalten

- Handfütterung bei sehr scheuen Katzen


Ernährung bei altersbedingten Krankheiten

Bei diesen typische Altersleiden, muss die Ernährung angepasst werden:

- Chronische Nierenerkrankung: phosphorreduzierte, eiweissangepasste Diät

- Diabetes mellitus: faserreiche, kohlenhydratreduzierte Ernährung

- Arthrose: Omega-3-Fettsäuren und gelenkschonende Inhaltsstoffe

- Zahnprobleme: weiches, feines Futter


Pflegebedarf bei alten Katzen

Körperpflege & Kontrolle

- Fellpflege mit weichen Bürsten (ältere Katzen putzen sich oft weniger)

- Regelmässige Gewichtskontrollen

- Kontrolle von Augen, Ohren, Zähnen

- Kuschelige Rückzugsorte in Bodennähe


Umwelt anpassen

- Rutschfeste Unterlagen

- Flache Katzentoiletten mit gutem Zugang

- Wärmeplätze z. B. auf Fensterbank oder Heizdecke

- Keine abrupten Veränderungen der Umgebung


Fazit: Seniorenkatzen brauchen Zuwendung und Feingefühl

Die Ernährung und Pflege alter Katzen sollte individuell abgestimmt sein – je nach Gesundheitszustand, Vorlieben und Verhalten. Wer aufmerksam beobachtet, regelmässig zum Tierarzt geht und die Ernährung anpasst, kann seiner Katze einen glücklichen Lebensabend ermöglichen und viele Beschwerden lassen sich vorbeugen oder lindern. Aus eigener Erfahrung:

Im Rahmen meines Tiersitting-Services durfte ich bereits viele ältere Katzen betreuen – jede mit ihren eigenen Eigenheiten, Vorlieben und Bedürfnissen. Die sanfte Eingewöhnung, Geduld und eine individuell angepasste Fütterung haben sich dabei als Schlüssel zu Vertrauen und Wohlbefinden erwiesen. Wenn du Unterstützung bei der Betreuung deiner Seniorkatze suchst, melde dich gerne bei mir. Kontaktformular / Telefonnummer


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